Demenzerkrankungen

Viele ältere Menschen klagen über nachlassende Gedächtnisleistungen.  In der Regel ist die Merkfähigkeit für neue Gedächtnisinhalte gestört. Bei einer Demenz kommt es darüber hinaus zu Beeinträchtigungen des Denkvermögens und der Informationsverarbeitung, so dass die Alltagsbewältigung zunehmend erschwert und auf lange Sicht eine selbstständige Lebensführung nicht mehr möglich ist. Auch Wesensänderungen treten auf. 

Demenz ist die häufigste psychische Erkrankung im hohen Lebensalter und die Anzahl Betroffener wird aufgrund der demographischen Entwicklung weiter zunehmen. Am häufigsten liegt einer Demenz die Alzheimer-Erkrankung zugrunde. Ursache ist eine kontinuierliche Abnahme von Nervenzellverbindungen im Gehirn, die sich klinisch zunächst in reduzierter Merkfähigkeit, Wortfindungsstörungen und in Orientierungsschwierigkeiten äußert, die unter Stress, Zeitdruck oder Umgebungswechsel zunehmen. Darüber hinaus kann es zu depressiven Verstimmungen, im weiteren Verlauf zu Unruhe,  Wahnsymptomen, Sprachverlust  und Störungen des Schlaf- Wach- Rhythmus kommen. 

Entwickelt sich eine Demenz nicht schleichend sondern stufenweise, liegt häufig eine gefäßbedingte Durchblutungsstörung des Gehirns zugrunde. Risikofaktoren, wie sie für Schlaganfall oder Herzinfarkt bekannt sind, lassen sich finden und sollten konsequent behandelt werden: Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, erhöhte Blutfette, Herzrhythmusstörungen u.a.. Bei ungefähr jeder Zehnten aller Demenzformen liegen gut behandelbare Grunderkrankungen vor wie ein Hormonmangel, erhöhter Hirndruck oder Vitamin-Mangel. 

Entscheidend ist daher eine adäquate und rechtzeitige Diagnostik, die Erfassung und Behandlung von Risikofaktoren und Begleiterkrankungen, eine medikamentöse Unterstützung sowie Beratung von Betroffenen und Angehörigen zur Lebensführung, tagesstrukturierende Maßnahmen und im weiteren Verlauf ggf. Beratung hinsichtlich einer teil- bzw. vollstationären Unterbringung. 

Behandlungsmöglichkeiten