Soziales Kompetenztraining

Als soziale Kompetenz wird die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen bezeichnet, die in bestimmten sozialen Situationen zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen für den Handelnden führen (Definition Hinsch & Pfingsten).

Psychosoziale Gesundheit setzt voraus, dass Menschen in der Lage sind, ihre Rechte durchzusetzen, soziale Beziehungen zu knüpfen und aktiv zu gestalten. Ebenso ist es wichtig, dass wir unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse äußern können. Die Förderung sozialer Kompetenz ist deshalb für die Therapie, Prävention und Rehabilitation vieler Patientengruppen von zentraler Bedeutung. Das Training ist keine Psychotherapiegruppe, sondern vermittelt den Teilnehmenden eine Technik, mit deren Hilfe eine Analyse und Veränderung des eigenen Verhaltens möglich wird.

Wesentlicher Bestandteil des Trainings sind Rollenspiele mit Videofeedback. Solche Rollenspiele werden zu vorgegebenen und selbst erlebten Situationen durchgeführt. Es wird geübt, was in der Realität umgesetzt werden kann. Das „Üben“ und „Ausprobieren“ im Spiegel der Rückmeldung in der Gruppe und meist mit Videofeedback sind damit die zentralen Elemente des Trainings.