Psychodynamische Gruppentherapie

Die psychodynamische Theorie basiert auf der Grundannahme, dass menschliche Verhaltens- und Erlebnisweisen auf der Basis von konflikthaften Motiven und/oder Entwicklungsdefiziten verstanden werden müssen. Diese sind teilweise oder ganz dem bewussten Zugriff eines Patienten entzogen.

Im Gruppenprozess und der Auseinandersetzung mit den übrigen Gruppenteilnehmern zeigen sich Konflikt- und Beziehungsmuster. Diese Beziehungen und Rollen ähneln denen, die einzelne Patienten auch in ihrem normalen sozialen Alltag einnehmen und in die sie sich leicht verstricken.
Im Alltag erkennen die Patienten meist nicht, wie es dazu kommt und wie sie selbst daran beteiligt sind, immer wieder in ähnliche konflikthafte interpersonelle Konstellationen zu geraten bzw. ähnliche Rollen zu übernehmen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Gruppentherapie ist vorrangig für diejenigen Patienten geeignet, deren Störung auf solche konflikthaft erlebten Rollen- und Beziehungsmuster basiert. Sie können ihre Beteiligung an der konflikthaften Beziehungsgestaltung in der therapeutischen Gruppe untersuchen und verstehen lernen.